Biedermeier-Epoche

Biedermeier (Biedermaier) ist die Bezeichnung für eine besonders in Deutschland und Österreich verbreitete Epoche. Sie beginnt etwa 1815 und endet 1848 mit der Märzrevolution. Wie die meisten Epoche-Bezeichnungen ist auch diese erst später entstanden und war ursprünglich spöttisch gemeint. Nach den Wirren der napoleonischen Kriege hatte man erst einmal genug von Revolutionen und zog sich in die brave, friedliche Bürgerlichkeit zurück. Familienleben und häusliche Idylle waren die Ideale der Zeit.

Die Biedermeier-Zeit ist von einer romantischen Mode geprägt. Das Frauenkleid besitzt eine eng geschnürte Gürtellinie. Diese Linie wird optisch unterstützt durch Kleiderschnitte mit sog. Keulenärmeln, breiten Kragen und immer weiter werdenden Röcken. Baumwollstoffe in zarten Farben mit Blümchen- und Streifenmustern, Spitzen, Rüschen, Schleifen, Schutenhüte und ein Schirm runden diese Damenmode ab. Die Herren tragen einen farbigen, langschößigen Frack. Die enge Hose mit Steg ist farbig, gestreift oder kariert. Ein Stehkragen mit kunstvoll geknotetem Tuch, eine Weste, ein Stock mit Silberknauf sowie ein Zylinder ergänzen das modische Erscheinungsbild der Herren.

 

 

Krefeld-Linn

Der Stadtteil Linn der Samt- und Seidenstadt Krefeld geht auf die Herren von Linn zurück. Ihr Wohnturm wurde im 13. Jahrh. zur klevischen Landesburg ausgebaut, zu deren Füßen später die kleine Stadt Linn entstand. Burg, Vorburg und Stadt wurden im 16. Jahrh. zu einer kurkölnischen Festungsanlage zu-sammengefasst. Trotzdem wurde die Burg 1702 zerstört und blieb rund 200 Jahre eine Ruine. 1815 kam Linn zu Preußen und wurde 1901 nach Krefeld eingemeindet. Burg und Vorburg sind seit 1926 im Besitz der Stadt Krefeld. Seit 1987 steht der historische Linner Stadtkern unter Denkmalschutz.

Ein Spektakel der Extraklasse wird wieder beim großen Burg-, Trachten- und Heimatfest im Jahr 2018 erwartet. Die Linner Biedermeier-Gruppe gehört zu den 600 Teilnehmern des historischen Festumzuges.